Intellectual LIVE 8 Forum Fur AfrikaAuftaktveranstaltung Forum Fur Afrika - Berlin, Mai 2nd 2007
Teilnehmer

Dr. Jeremy Gaines (*1958 Cheltenham, Großbritannien; Ausbildung in Thailand, der Türkei, Deutschland, West-Berlin und Großbritannien) unterhält ein Übersetzungsbüro in Frankfurt/Main und ist Publizist und Texter. Seine Dissertation (1985) behandelte die "Politischen Komponenten der Ästhetik der Frankfurter Schule". Dr. Gaines war Angestellter der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt und der Deutschen Bundesbank. Gegenwärtig arbeitet er an diversen Schreibprojekten, u.a. über Nigeria. Gerade erschienen ist ein Buch über die 30-Jährige Geschichte der Stadt Abuja. Als Senior Advisor bei BilfingerBerger Nigeria GmbH arbeitet Dr. Gaines in den Bereichen Basic Research und Strategic Relationship Management. 2005 war er im Auftrag von Bob Geldof Koordinator der Deutschen Sektion der Commission for Africa. Zudem ist er Jury-Mitglied des Liberaturpreis, eines alternativen Literaturpreises, der jährlich anlässlich der Buchmesse in Frankfurt an eine Schriftstellerin aus einem Dritte Welt Land verliehen wird. Als passionierter Läufer (mehrfache Teilnahme Deutsche Meisterschaften) hat er 1997 den „Lauf Gegen Die Zeit“ initiiert – der erste Benefiz-Lauf Deutschlands (für die AIDS-Hilfe in Frankfurt) – und gründete den ersten integrierten Hochleistungslaufverein für Sehende und Blinde in Deutschland (SKILLS04 Frankfurt). In seiner Freizeit ist Dr. Gaines Coach und Guide-Läufer u.a. für blinde Athleten (Paralympics Teilnahme in 2000).

Prof. Dr. Axel Honneth studierte Philosophie, Soziologie und Germanistik in Bonn, Bochum und Berlin. Nach dem Studium erhielt er ein Forschungsstipendium am Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften in München, war Hochschulassistent am Fachbereich Philosophie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt und arbeitete als Fellow am Wissenschafts¬kolleg in Berlin. 1990 folgte die Habilitation in Philosophie. Anschließend übernahm er verschiedene Professuren und Gastprofessuren im In- und Ausland. Seit 1996 ist Honneth Professor für Sozialphilosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität und Mitglied des Kollegiums des Instituts für Sozialforschung, wo er seit 2001 das Amt des geschäftsführenden Direktors inne hat. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Sozialphilosophie, Moralphilosophie und politische Philosophie.

Dr. Thorsten Iske arbeitet seit 1987 in verschiedenen Positionen für die BASF AG, Ludwigshafen. Von 1997 bis 2003 war er Geschäftsführer der BASF Österreich, von 2001 bis 2003 Managing Director der BASF Schweiz / Österreich und in den Jahren 2004 bis 2006 Managing Director der BASF South Africa. Seit 2007 ist er Senior Vice President bei der BASF AG für Verbands- und Regierungsbeziehungen, Wirtschafts- und Handelspolitik. Er studierte Betriebswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen und promovierte im Jahr 1986 am Institut für Marketing und Handel der Georg-August-Universität Göttingen.

Dr. Winrich Kühne ist Direktor des Zentrums für internationale Friedenseinsätze (ZIF). Der studierte Jurist und Politologe war von 1993 bis 2002 Mitglied der Leitung der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Seit 1991 ist er Visiting Professor am Bologna Centre, Paul Nitze School of Advanced International Studies (SAIS) der Johns Hopkins University. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Krisenprävention, Friedensmissionen und Peacebuilding, Reform und Politik der UNO, deutsche UNO-Politik, Global Governance, Grundfragen und Entwicklung des Völkerrechts.

Dr. Peter Langkamp hält ein Diplom in Mathematik und einen Doktor in Wirtschaftswissenschaften. Nach fünf Jahren in der pharmazeutischen Industrie (Bayer AG) wechselte er zur Westdeutschen Landesbank (WestLB) als Leiter des Bereiches Strategisches Marketing bzw. Business Development. Anschließend übernahm er die Geschäftsführung einer Tochter der WestLB, die auf die Beratung von Banken in Mittel- und Osteuropa spezialisiert war. Seit 1998 leitet er die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation, das Beratungsunternehmen der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe für Sparkassen und Mikrofinanzinstitutionen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Zu den aktuell größten Beratungsprojekten der Sparkassenstiftung gehört die Implementierung eines Sparkassensystems in Mexiko, der Aufbau von Verbundeinrichtungen für die City Commercial Banks in China sowie die Implementierung des Sparkassen-Wiederaufbaufonds in Indonesien und Sri Lanka. Dr. Langkamp hat Erfahrung aus Bank-Beratungsprojekten in mehr als 30 Ländern und vier Kontinenten. Zudem hat er mehrere Regierungen bei der (Re-)Strukturierung des Finanzsektors beraten. Dr. Langkamp ist Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation. (Foto: Atelier Schafgans / Bonn)

Bob Geldof wurde in Dublin, Irland, geboren. Als Sänger und Songwriter der Boomtown Rats und als Solokünstler hat er insgesamt elf Alben veröffentlicht. Seine künstlerische Arbeit brachte ihm bereits zahlreiche Preise ein. 1985 rief Geldof den Band Aid Trust ins Leben, um darüber die $150.000.000 zu verwalten, die als Erlöse aus der Band Aid Single ('84), des Live Aid Konzerts ('85) und Sport Aid ('86) erzielt wurden. Er ist bis heute Direktor des Trusts, der noch immer Projekte in Afrika betreut. In seinen mehr als 20 Jahren engagierter Arbeit für Afrika war Geldof u. a. Ratgeber und lautstarker Unterstützer der Schuldenerlass-Kampagne Jubilee 2000 und Ratgeber und Mitbegründer von DATA, der einflussreichen Lobbyorganisation mit Fokus auf eine bessere Politik für und in Afrika. Der Britische Premierminister berief ihn in die Commission for Africa, welche im März 2005 ihren Bericht mit Handlungsaufforderungen an die G8 zur Linderung des andauernden wirtschaftlichen Verfalls des afrikanischen Kontinents veröffentlichte Am 2. Juli 2005 organisierte Geldof Live8 – zehn einzigartige, weltweite Konzerte, die die Führer der G8-Staaten während ihres jährlichen Gipfels unter Druck setzen sollten. - Und die weltweit drei Milliarden Zuschauer bewirkten genau diesen Effekt! Die G8-Staaten versprachen u. a. die Hilfe für Afrika bis 2010 zu verdoppeln und den ärmsten Ländern ihre unbezahlbaren Schulden zu erlassen. Geldof’s Interesse erstreckt sich zudem auf eine Vielzahl von Geschäften im Bereich Medien und Technologie. So ist er z. B. Gründer und Geschäftsführer von Ten Alps, dem größten Produzenten von Sachfilmen für das Fernsehen in Großbritannien. Auch für seine Arbeit im Fernsehen ist er mehrfach ausgezeichnet worden. Neben weiteren internationalen Auszeichnungen wurde Geldof 1986 zum Ritter der Königin geschlagen. Sir Bob Geldof wurde bis zum heutigen Tag fünfmal für den Friedensnobelpreis nominiert.

Maybrit Illner studierte nach Absolvieren ihres Abiturs an der Friedrich-Engels-Oberschule in Berlin-Friedrichshain von 1984 bis 1988 Journalistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Anschließend arbeitete sie als Sportjournalistin für das Fernsehen der DDR. Als politische Reporterin des ZDF moderierte sie ab 1992 das Morgenmagazin, dessen Leitung sie 1998 auch übernahm. Im Oktober 1999 wurde ihr die Leitung der ZDF-Sendung Maybrit Illner, die bis zum 14. März 2007 Berlin Mitte hieß, angetragen. Für ihre Leistung erhielt sie im Jahr 2000 den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für kritischen und unabhängigen Fernseh-Journalismus sowie 2003 den Bayerischen Fernsehpreis und 2004 den Deutschen Fernsehpreis für die beste Informationssendung. Seit 2003 ist Maybrit Illner Botschafterin für das Deutsche Rote Kreuz (DRK). (Foto: ZDF / Hans-Christian Barth)

Dr. Martin Kohlhaussen ist seit Mai 2001 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank AG. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Frankfurt am Main, Freiburg und Marburg legte er seine 1. und 2. juristische Staatsprüfung ab. Von Januar 1982 an war er Mitglied des Vorstands und von Mai 1991 bis 2001 Sprecher des Vorstands der Commerzbank AG. Zudem war er von März 1997 bis März 2000 Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken.

Prof. Dr. Reinhard Kurth ist Virologe und Mediziner und leitet seit 1996 das Robert Koch-Institut, aber schon 1971 war er für zwei Jahre Wissenschaftlicher Assistent in der Virologie des Instituts am Berliner Nordufer. 1980 ging Kurth als Leiter der Abteilung Virologie an das Paul-Ehrlich-Institut in Frankfurt, das er von 1986 bis 2000 als Präsident leitete. Die letzten drei Jahre führte er gleichzeitig das Robert Koch-Institut in Berlin. Seit September 2004 ist er zusätzlich kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn. Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeiten von Reinhard Kurth stehen Retroviren. Reinhard Kurth wurde 1998 in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften berufen, 2005 in die American Philosophical Society. Am 4. Oktober 2005 wurde er vom Bundespräsidenten mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. „Für seine herausragenden Verdienste“ hat ihm die Medizinische Fakultät der Charité in Berlin am 22. September 2006 die Ehrendoktorwürde verliehen. (Foto: Robert Koch-Institut / Ossenbrink)

Barbara Lochbihler studierte Sozialpädagogik, Politische Wissenschaften, Volkswirtschaft und Internationales Recht. Von 1987 bis 1991 war sie als Persönliche Parlamentsreferentin von Prof. Eleonore Romberg, MdL in Bayern, tätig. Anschließend war sie sieben Jahre lang Generalsekretärin der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit in Genf. Seit August 1999 ist sie Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international. Frau Lochbihler ist Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Menschenrechte, Mitglied im Koordinierungskreis des Forums Menschenrechte und im Kuratorium des deutschen Instituts für Menschenrechte.